Zöliakie kann Hautprobleme verursachen

Zöliakie kann Hautprobleme verursachen

Zöliakie kann Hautprobleme verursachen: Das können Sie dagegen unternehmen

Rötungen, Juckreiz, Schmerzen - eine Zöliakie äußert sich unter anderem auch durch Hautprobleme. Welche Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen und was Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit dagegen unternehmen können.

Juckreiz und Schuppen nach dem Verzehr glutenhaltiger Produkte

Wer an einer Zöliakie leidet, darf Vollkornprodukte, Soßen oder Fertiggerichte nur mit Einschränkungen konsumieren. Bereits der Verzehr eines Brötchens genügt manchmal, um Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und andere gesundheitliche Probleme hervorzurufen. Typische Symptome einer allergischen Reaktion sind auch Hautveränderungen. Rötungen und Schuppen beispielsweise, oder Bläschen, Pickel und Akne. Die Haut verändert sich dabei schon wenige Minuten bis Stunden nach dem Verzehr der jeweiligen Lebensmittel. Die Symptome bleiben mehrere Tagen bis Wochen bestehen, je nachdem, welche Menge Gluten aufgenommen wurde.
In schweren Fällen oder bei chronischen Beschwerden kann es auch zu bleibenden Hautschäden kommen. Dann bilden sich Narben oder es entstehen Sensibilitätsstörungen an den betroffenen Stellen. Bei einigen Patienten kann sich eine Dermatitis herpetiformis Duhring entwickeln.

 

Morbus Duhring: Ernste Hauterkrankung als Folge von Zöliakie

 

Wenn die Darmprobleme nur schwach ausgeprägt sind, jedoch starke Hautbeschwerden auftreten, liegt womöglich eine Dermatitis herpetiformis Duhring zugrunde. Diese Erkrankung ist eine typische Begleiterscheinung einer bestimmten Form der Zöliakie. Sie äußert sich durch rote Pusteln und Blasen, die am gesamten Körper auftreten und stark jucken. Der starke Juckreiz führt oft zum Aufkratzen der Bläschen und zur Bildung von Krusten und Erosionen auf der Haut.

 

Die unspezifischen Symptome machen eine Diagnose schwer, denn Morbus Duhring kann dadurch nur schwer von den typischen Krankheitszeichen der Zöliakie unterschieden werden. Zudem handelt es sich um ein seltenes Leiden, dessen Ursache bis heute nicht eindeutig geklärt ist.
Die Krankheit betrifft häufiger Männer als Frauen. Sie macht sich meist im mittleren Lebensalter bemerkbar und tritt vor allem in Irland, England und Ungarn auf. Auch hierzulande kann sich als Folge einer Glutenunverträglichkeit eine schmerzhafte Dermatitis einstellen. Glücklicherweise gibt es einige Mittel und Maßnahmen, mit denen Betroffene unangenehme Hautirritationen vermeiden – und im Zweifelsfall dagegen vorgehen.

 

Gluten meiden und Hautprobleme reduzieren

 

Wenn der Verdacht auf eine Zöliakie besteht, sollte der Arzt konsultiert werden. Der Mediziner kann im Rahmen verschiedener Tests feststellen, ob tatsächlich eine Glutenunverträglichkeit vorliegt und dann geeignete Maßnahmen einleiten. Mit der glutenfreien Diät sollte jedoch erst begonnen werden, wenn der Arzt sein Okay gibt, denn ein frühzeitiger Verzicht auf glutenhaltige Produkte kann zu Mangelerscheinungen führen. Betroffene konsultieren am besten einen Ernährungsmediziner und arbeiten gemeinsam mit diesem einen geeigneten Ernährungsplan aus.

 

Glutenfreie Alternativen

 

Um Hautveränderungen und andere typische Zöliakie-Syndrome zu vermeiden, kann zu glutenfreien Alternativen gegriffen werden. Die meisten Produkte wie Brot, Nudeln oder Kuchen gibt es inzwischen auch ohne den Eiweißbestandteil.
Tipp: Beim Einkaufen auf das Siegel der „glutenfreien Ähre“ achten. Das Zeichen wird von der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft an Lebensmittel vergeben, die kein Gluten enthalten. Bei leichten Beschwerden genügt es meist, den Konsum der auslösenden Produkte einzuschränken.
Zöliakie ruft also typischerweise starke Hautprobleme hervor, die sich mit der passenden Therapie jedoch schnell lindern lassen. Eine ärztliche Behandlung ist notwendig, wenn der Verdacht besteht, dass es sich bei den Beschwerden um eine Dermatitis herpetiformis Duhring handelt.

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