Weißes Bienenwachs

Weißes Bienenwachs

Weisses Bienenwachs

Wie wird es hergestellt und wo liegt der unterschied zu gelbem Bienenwachs?

Weißes Bienenwachs - Cera alba

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Bienenwachs wird von Bienen aus den Wachsdrüsen am Hinterleib ausgeschieden. Die Mischung aus Fettestern, Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und Aromastoffen wird eingespeichelt, mit den Mundwerkzeugen geknetet und für den Wabenbau geformt. Frisch ausgeschiedenes Bienewachs ist klar und farblos. Durch die Einlagerung von Pollen und Karotin entsteht die charakteristische gelbe Farbe. Dunkle Flecken bilden sich durch Verschmutzungen mit Larvenkot und Puppenhäuten. 


Welche Arten von Bienenwachs gibt es?


1. Cera flava - gelbes Bienenwachs:

Das Wachs wird aus den Waben ausgeschmolzen (Sonnenschmelze oder Dampfschmelze) und durch mehrere Filtervorgänge gereinigt. Es kann leicht mit den Händen geknetet werden, der Schmelzpunkt liegt bei 60 Grad Celsius. Das geschmacklose Wachs duftet nach Honig. Der Bruch ist körnig.

2. Cera alba - weißes Bienenwachs:

Cera alba riecht nur mehr geringfügig nach Honig. Es ist spröder als gelbes Wachs, das spezifische Gewicht ist höher. Der Bruch ist glatt. Der Schmelzpunkt liegt bei 78,5 Grad Celsius.


Wie wird weißes Wachs hergestellt?

Durch den Vorgang der Wachsbleiche entsteht aus dunkelgelbem Bienenwachs weißes, elfenbeinfarbenes Wachs. Die Naturbleiche mit Sonnenlicht wird bereits seit der Antike angewendet. Über Venedig verbreitete sich das Verfahren in andere europäische Länder. Durch die natürliche Wachsbleiche wird das weiße Wachs kaum chemisch verändert.
Die chemische Wachsbleiche kann mit Tierkohle, Schwefelsäure, Wsserstoffsuperoxyd und Kaliumpermanganat durchgeführt werden. Am stärksten wird die chemische Struktur des Wachses durch die Chlorbleiche verändert.


Wo wird weißes Bienenwachs verwendet?

1. In der Medizin wird weißes Bienenwachs als Grundlage für Salben verwendet. Wärmepackungen mit Wachs lindern Entzündungen und helfen bei Gelenkbeschwerden.
Cera alba ist auch einer der Hauptbestandteile der "Cold Cream". Durch den kühlenden Effekt können Reizungen und Rötungen der Haut verringert werden.
Wegen der gut löslichen Eigenschaften wird Cera alba auch als Grundlage bei der Herstellung von Zäpfchen genutzt.


2. Die Kosmetikindustrie verwendet Bienenwachs in Cremen und Balsam. Bei der Anwendung wird die Haut mit einem schützenden Film überzogen. Feuchtigkeit kann besser gespeichert werden. Trockene und rissige Hautbezirke werden wieder geschmeidig. Cera alba ist gut verträglich und kann auch von Allergikern bedenkenlos angewendet werden.


3. In der technischen Industrie wurde Bienenwachs durch künstliche Produkte, wie Paraffin verdrängt. Heute noch eingesetzt wird es als Bestandteil von Möbelpolituren. Das Wachs ist wasserabweisend, schützt das Holz vor Austrocknung und bringt die natürliche Maserung zur Geltung.


4. Die Lebensmittelindustrie verwendet weißes Wachs für den Überzug von Früchten oder Kaffeebohnen. Die Oberfläche der Lebensmittel ist vor Verunreinigungen geschützt, der Glanz sorgt für ein ansprechendes Aussehen. In Süßigkeiten wird Cera alba als Trennmittel verwendet. Bienenwachs, das in Lebensmitteln enthalten ist, ist gut verträglich. Es wird unverdaut wieder ausgeschieden.


5. Mit Cera alba beschichtete Baumwolltücher können für die hygienische Lagerung von Lebensmitteln verwendet werden. Die Tücher sind mehrmals verwendbar, die Umwelt wird geschont.


6. Mit weißem Wachs beschichtete Stoffe werden undurchlässig für Feuchtigkeit. Heute wird das Wachs häufig durch Kunststoffe ersetzt.


7. Weißes Wachs wird nicht ranzig und kann nach dem Schmelzen wieder verwendet werden. Es brennt nur langsam ab. Cera alba wird deshalb für das Ziehen von Kerzen verwendet. Bienenwachskerzen setzen weniger CO2 frei als Paraffinkerzen.

Kommentare

  1. Regina Regina

    Vielen Dank für diesen sehr informativen Beitrag über das weiße Wachs. Bin dran, Wachstücher selber herzustellen. Ihr Beitrag gab mir wertvolle Hinweise.

    Freundliche Grüsse
    Regina Zwisler

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