Tonkabohne

Tonkabohne

Mit ihren raffinierten Düften und ihren frischen Aromen macht die Tonkabohne überall Furore. Dabei handelt es sich dabei um ein recht altes Würzmittel – und ein gewisses Handicap hatte sie einst auch.

Das betörende Aroma der Tonkabohne

Mit einer Tonkabohnen-Eiskceme fing alles an, deren Aroma sofort etliche Genießer in ihren Bann zog: Nuancenreich betörte der Geschmack von Butterkaramell, Mandeln und Vanille ungemein. Dazu kamen außerdem Anklänge an ein faszinierend leichtes Aroma parfümierten Tabaks in einer raffinierten Melange mit Süßholz und Wiesenheu.


So begann der Aufstieg der Tonkabohne und so würzt sie nun Makronen, Birnenkuchen, Kirschdesserts, Aprikosenkompotts und Cremespeisen. Immer öfter kann man auch herzhafte Gerichte mit Tonkabohnen genießen – Hummer und Steinbutt, Kürbissuppe und Kartoffelpüree oder Auberginen und sogar Rotkraut werden mittlerweile damit gewürzt. Dazu verwenden die Spitzenköche das Gewürz besonders gern und die US-amerikanischen Köche machen dabei keine Ausnahme, obwohl Tonkabohnen bisher immer noch auf der offiziellen Verbotsliste der Food and Drug Administration aufgelistet ist: Alle würzen Sauce Italienne mit etwas Abrieb der Tonkabohne ebenso hingebungsvoll wie südamerikanische Köchinnen und Köche – schließlich stammen die Tonkabohnen aus Venezuela.


Der große Baum aus dem Dschungel

Tonkabohnen sind die Samen eines südamerikanischen Regenwald-Baumes, der in seiner Heimatregion Tonka-, Tonga- oder auch Toncobaum genannt wird. Sein botanischer Name ist Dipteryx oder Coumarouna odorata und in manchen Gegenden am Amazonas und am Orinoco, aber auch an der Atlantikküste Guyanas sowie auf verschiedenen karibischen Inseln heißt dieser Baum auch Coumarou oder Kumaru. Haupterzeugerländer für Tonkabohnen sind Venezuela und Nigeria.

Die Tonkabäume gehören zu den Schmetterlingsblütlern. Sie wachsen sehr langsam zu ihrer imposanten Größe von ca. 30 Metern heran und ihr Holz ist orange- bis dunkelrot.
Wenn die Früchte der Bäume herangereift sind, fallen sie zur Erde und werden aufgesammelt. Sie sehen Mangos recht ähnlich, haben eine lederartige Haut und ein ziemlich geschmackloses Fruchtfleisch. In ihrem Inneren verbergen sich die bis zu fünf Zentimeter langen und ca. einen Zentimeter breiten Samen, die mandelförmigen Tonkabohnen.

Im Anschluss an die Ernte werden sie dann über die Dauer mehrerer Monate getrocknet. Dann haben die Tonkabohnen ihre schwarz-braune und so typisch runzlige Haut ausgebildet.


Glücksbringer und Wunschbohne

Tonkabohnen sind unbestrittene Tausendsassa: Die Eingeborenen Venezuelas, Columbiens und Nordbrasiliens verwenden einen Extrakt aus den Bohnen oder die Baumrinde als Universalmittel gegen Husten, Übelkeit, Krämpfe und Asthma sowie als allgemeines Stärkungsmittel. Indigene Stämme Guyanas tragen zu Ketten aufgefädelte Tonkabohnen als Halsschmuck, der vor Krankheiten schützt und auch noch wunderbar duftet.


Zudem gilt die Bohne als Glücksbringer und Wunschbohne: So sorgt sie im Portemonnaie für niemals endende Geldvorräte – ein frommer Wunsch, der wohl auf die einstige Bedeutung der Tonkabohnen als gültiges Zahlungsmittel in Venezuela zurückzuführen ist.


Pfeife, Räucherwerk und Parfüm

Aus den Tonkabohnen kann ein gelb-orange-farbiges Öl extrahiert werden. Dass die Starparfümeure dieser Welt den Wirkstoff liebend gern in ihren Duftkreationen einsetzen, ist längst kein Geheimnis mehr. Zudem werden die pflegenden Eigenschaften mit Tonkaauszügen in Pflanzenöl, auch Tonkamazerate genannt, wirksam:


● Warm- und Kaltauszüge, also Mazerate aus gemahlenen Tonkabohnen in Jojobaöl und Tonkaauszüge in Alkohol lassen sich leicht selbst herstellen. Sie sorgen für besondere, pflegende Wohltaten auf der Haut.
Tonkabohnen werden auch zum Aromatisieren verschiedener Pfeifentabake eingesetzt.
Der schmeichelnde, balsamische Duft tut sein Übriges: Sowohl in Duftpotpourris als auch als Räucherwerk sorgt er für Entspannung und ein entspannendes Wohlgefühl.


Der sekundäre Pflanzenstoff Cumarin ist für den angenehm würzigen Duft nach getrocknetem Waldmeister und frischem Heu verantwortlich – ein sekundärer Pflanzenstoff, der sich auch gut synthetisieren lässt.

Dann ist synthetisches Cumarin auch Bestandteil von Blutverdünnern und medizinischen Mitteln gegen Ödeme.


Übermäßig hoch dosiertes Cumarin stand einmal in einem Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Heute längst davon rehabilitiert, feierte die faszinierende Bohne ein großartiges Comeback. Fein dosiert sorgen Tonkabohnen für frische Aromen in unseren Küchen, entspannende Pflege auf unserer Haut und immer wieder faszinierende, moderne Duftwelten.


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