Sonne und ihre Auswirkungen auf die Haut

Sonne und ihre Auswirkungen auf die Haut

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling sind ein wundervolles Gefühl auf der Haut: Sie fühlen sich warm und weich an. Niemand denkt bei ihren sanften Streicheleinheiten an einen Sonnenbrand. Dennoch ist Vorsicht geboten

Gerade nach dem kalten Winter, wenn die Haut nicht mehr an die UV-Strahlung gewöhnt ist, reagiert sie empfindlich darauf. Das kann auch zu einem Sonnenbrand führen.
Ein leichter Sonnenbrand ist zwar nicht schlimm, doch leider vergisst die Haut nie. Die durch UV-Strahlung verursachten Hautschäden können irreparabler Natur sein, das bedeutet, dass der Körper nicht in der Lage ist, die geschädigten Zellen zu reparieren.
Trotz der Gefahren für die Haut sind Sonnenstrahlen wichtig, da sie beispielsweise die Vitamin-D-Produktion ankurbeln und damit für das Wohlbefinden sorgen.
Die wichtigsten Informationen rund um das Thema "Sonne und Haut" gibt es hier.

Der passende Sonnenschutz für jeden Hauttyp

Verschiedene Hauttypen brauchen verschiedene Pflege- und Sonnenschutzprodukte. Selbstverständlich lassen sich die individuellen Bedürfnisse der Haut nicht pauschalisieren, allerdings ist eine grobe Orientierung hilfreich, um sich effektiv vor den UV-Strahlen schützen zu können.
Es gibt unterschiedliche Klassifikationssysteme verschiedener Dermatologen um den Hauttyp und dessen Bedürfnisse festzustellen. Generell kann gesagt werden: Je heller die Haut, desto mehr Schutz wird benötigt.

Menschen mit roten oder hellblonden Haaren und einer sehr hellen Haut brauchen demzufolge einen besonders guten Sonnenschutz. Menschen mit diesem Hauttyp werden nicht braun, sondern bekommen Sommersprossen.
Wer diesen Hauttyp hat, sollte sich nie länger als zehn Minuten in der Sonne aufhalten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vor allem in der Mittagszeit gemieden werden. Stattdessen ist der Aufenthalt im Schatten zu empfehlen.
Der Sonnenschutz für den sehr hellen Hauttyp sollte mindestens Lichtschutzfaktor 25 bis 35 haben. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur die Haut vor der UV-Strahlung geschützt wird. Auch Nase, Ohren und Lippen müssen geschützt werden. Außerdem sollte eine Kopfbedeckung getragen werden, die auch den Nacken ausreichend schützt.
Am besten ist es, wenn der Oberkörper und auch die Arme bekleidet sind. So gelangt weniger Sonnenstrahlung an die Haut.
Auch die Augen müssen geschützt werden. Dafür gibt es Sonnenbrillen mit UV-Schutz.

Menschen mit blonden bis hellbraunen Haaren und heller Haut gehören dem Nordischen Typ an. Sie sind weniger empfindlich als Rothaarige, benötigen aber trotzdem einen hohen Sonnenschutz.
Die Haut verträgt bis zu zwanzig Minuten Sonne ohne Schutz. Wer sich länger in der Sonne aufhalten möchte, muss sich schützen. Empfohlen wird eine Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von 20 bis 25.
Auch hier gilt: Die Sonne in der Mittagszeit sollte gemieden werden, da die Sonne zu dieser Zeit im Zenit steht und daher die meiste Strahlung abgibt.
Eine Kopfbedeckung sollte immer getragen werden und auch der Oberkörper soll möglichst bedeckt sein. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz ist ebenfalls angebracht.

Der Mischtyp hat eine mittlere Hautfarbe. Die Haare sind dunkelblond bis braun. Dieser Hauttyp neigt weniger zu einem Sonnenbrand und wird schneller braun.
Da der Mischtyp nicht so empfindlich auf die UV-Strahlung reagiert wie der nordische oder keltische Hauttyp, ist hier ein geringerer Sonnenschutz erforderlich.
Dennoch sollte die Sonne in der Mittagszeit gemieden werden. Eine Kopfbedeckung schützt den Kopf vor Überhitzung und ist daher empfehlenswert.
Die Haut verträgt ohne aufgetragenen Sonnenschutz bis zu 30 Minuten Sonne. Bei einem längeren Aufenthalt im Freien ist eine Sonnencreme oder -milch mit Lichtschutzfaktor 15 bis zwanzig angebracht.

Menschen mit von Natur aus brauner Haut und braunem bis schwarzem Haar sind dem mediterranen Typ zuzuordnen. Sie bekommen nur selten einen Sonnenbrand und werden sehr schnell braun in der Sonne.
Die Haut von diesem Hauttyp verträgt direkte Sonneneinstrahlung länger als eine halbe Stunde. Trotzdem sollte die Haut mit einem Sonnenschutz eingecremt werden. Eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 15 ist zu empfehlen.

Menschen mit sehr dunkler bis schwarzer Haut reagieren unempfindlich auf Sonnenstrahlung. Sie können sich länger als 90 Minuten ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten.
Zum Schutz der Haut genügt eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor vier bis acht. Der Kopf sollte immer geschützt werden. Auch die Lippen und die Augen sollten vor der UV-Strahlung geschützt werden.


Gut geschützt in jedem Alter

Bei Kindern reagiert die Haut besonders empfindlich auf Sonnenstrahlung, da sie noch nicht so dick ist wie bei einem Erwachsenen. Außerdem hat die Haut eines Kindes noch keinen Eigenschutz gegen die UV-Strahlung. Daher sollten sie davor besonders gut geschützt werden.
Je kleiner ein Kind ist, desto mehr Sonnenschutz benötigt es. Säuglinge sollten daher keinesfalls der Sonne direkt ausgesetzt werden. Kleine Kinder sollten sich nach Möglichkeit nur im Schatten aufhalten. Auch unter einem Zelt oder Sonnenschirm sind sie nur bedingt geschützt. Zwar sind sie dort weniger schädlicher UV-Strahlung ausgesetzt, allerdings besteht dort die Gefahr, dass sie überhitzen.
Kleine Kinder sollten immer eine Kopfbedeckung tragen. Sonnencreme sollte bei Säuglingen und Kindern unter einem Jahr noch nicht verwendet werden. Bei älteren Kindern ist sie dagegen empfehlenswert.

Auch Senioren benötigen einen verstärkten Schutz vor der Sonne, da der Eigenschutz der Haut nur noch bedingt gegeben ist. Zudem benötigt die Haut länger, um sich von einem Sonnenbrand zu erholen.
Daher gelten für Senioren die gleichen Schutzmaßnahmen wie bei Kindern: keine direkte Sonne, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung.



Sonnenbrand - was nun?

Wenn die Haut zu lange der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, dann kann das die Hautzellen schädigen. Vor allem die UV-B-Strahlung greift die Zellen an. Gelangt zu viel von dieser Strahlung in eine Zelle, kann der Körper sie nicht mehr reparieren.
Deshalb werden kaputte Zellen gezielt vom Körper verstoßen. Wenn diese Hautzellen abgebaut werden, entstehen Stoffe, welche die Blutgefäße minimal erweitern. Dadurch erscheint die Haut an dieser Stelle gerötet.
Außerdem wird die Haut im Bereich des Sonnenbrandes stärker durchblutet. Das hängt damit zusammen, dass die weißen Blutkörperchen die "Reste" der geschädigten Zellen abtransportieren müssen.
Durch die erhöhte Durchblutung fühlt sich diese Hautregion heiß an und es kann zu einer Schwellung kommen. Der Sonnenbrand ist eigentlich nichts anderes als eine Entzündung unter der Hautoberfläche.

Ein Sonnenbrand dauert ungefähr eine Woche an. In stärkeren Fällen können es auch zwei Wochen sein.
Besonders schmerzhaft wird ein Sonnenbrand am zweiten Tag. Gegen die Beschwerden gibt es allerdings wirksame Hausmittel. Ein Umschlag mit Quark oder kaltem Tee kann das Hitzegefühl nehmen und so für Linderung sorgen. Auch Orangenblütenwasser erfrischt die Haut und beruhigt sie.
Aloe vera ist ebenfalls wirksam gegen einen Sonnenbrand. Es wirkt entzündungshemmend und spendet der Haut Feuchtigkeit.
Es hilft auch, viel Wasser zu trinken. Außerdem sollte man mit einem Sonnenbrand die Sonne meiden, damit die Haut nicht noch mehr gereizt wird.

Zum Arzt sollte man bei einem besonders starken Sonnenbrand. Das muss nicht erst sein, wenn sich Brandblasen bilden. Ein Arztbesuch ist auch dann ratsam, wenn man sich unsicher ist. Kinder und Erwachsene können einen Sonnenbrand gleichermaßen vom Arzt untersuchen lassen.


UV-Strahlung beschleunigt die Hautalterung

Während die UV-B-Strahlung die oberen Hautregionen angreift, schädigt die UV-A-Strahlung die unteren Hautschichten. Dort zerstören sie die elastischen Fasern, die dafür sorgen, dass die Haut jung und straff aussieht.
Dadurch tragen UV-A-Strahlen zu einer beschleunigten Hautalterung bei. Das bedeutet, dass man von zu langen Sonnenbädern Falten bekommen kann.



Erhöhtes Hautkrebsrisiko


Die UV-Strahlung greift in die DNA der Hautzellen ein. Wenn der Körper die veränderten Zellen nicht rechtzeitig abbauen kann, dann können Mutationen entstehen.
Wenn es zu viele mutierte Hautzellen gibt, kann sich daraus Hautkrebs entwickeln. Dabei wird zwischen dem "weißen" und "schwarzen" Hautkrebs unterschieden. Der "weiße" Hautkrebs ist weniger gefährlich, da es bei dieser Krebsform nur selten zu Metastasen kommt und er dadurch leichter zu entfernen ist.


Allergisch gegen Sonnenlicht?

Bei einer sogenannten Sonnenallergie reagieren Betroffene äußerst empfindlich auf Sonnenlicht. Vor allem wenn sie lange keiner UV-Strahlung ausgesetzt waren, wie es im Frühjahr der Fall ist, bekommen sie einen fleckigen, juckenden Ausschlag auf der Haut. Die häufigste Form der Sonnenallergie ist die polymorphe Lichtdermatose. Sie sollte von einem Arzt untersucht werden, da dieser auch Medikamente gegen die Symptome verschreiben kann.
Wer an einer Sonnenallergie leidet, sollte sich gut vor der Sonne schützen.

Die Mallorca-Akne ist eine spezielle Form der Sonnenallergie. Betroffene bekommen kleine Pickelchen an den Hautpartien, die der UV-Strahlung ausgesetzt waren.
Diese Hautreaktion liegt aber nicht nur am Sonnenlicht, sondern wird nur in Verbindung mit fetthaltigen Sonnenschutzmitteln ausgelöst. Daher sollten fettfreie Cremes verwendet werden, um einer Mallorca-Akne vorzubeugen.


Lange Freude an der Sonnenbräune

Wer alle Tipps rund um den Sonnenschutz kennt und befolgt, kann sein Sonnenbad genießen. Oft ist von der zarten Bräune bereits kurz nach dem Urlaub nur noch wenig zu sehen.
Damit die Haut ihre Bräune länger behalten kann, ist eine ausreichende Feuchtigkeitspflege sehr wichtig. Inhaltsstoffe wie Jojoba- oder Mandelöl sorgen für ausreichend Feuchtigkeit. Aloe vera und die Vitamine A und E können nicht nur die Sonnenbräune erhalten, sondern schützen auch vor Schäden, die von der UV-Strahlung verursacht werden.
Eine gesunde Ernährung trägt auch zu einem schönen Teint bei. Tomaten, Spinat, Karotten oder Aprikosen regen die Produktion von Melanin an und helfen so, die Bräune lange zu behalten.

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