Pickel richtig ausdrücken

Pickel richtig ausdrücken

Wie man Pickel am besten ausdrückt

Pickel ausdrücken – so geht es richtig!

Pickel sind lästige Quälgeister, die vor allem in der Pubertät häufig auftreten. Aber auch Erwachsene leiden hin und wieder unter den unschönen Hautveränderungen, die jedoch nicht gefährlich sind. Immer noch kursiert der Mythos, dass Pickel nicht ausgedrückt werden sollten, weil sich dann alles nur noch verschlimmert. Diese Annahme stimmt jedoch nur, wenn man dem Pickel unprofessionell zu Leibe rückt. Hier erfährst Du, wie es richtig geht:

Pickel entstehen, wenn die Talgdrüsen unserer Haut verstopfen. Sie sind eigentlich dafür da, die Haut ständig mit Feuchtigkeit zu versorgen. Dadurch bleibt unsere Haut auch im Gesicht geschmeidig und weich. Durch hygienische Mängel kann es schnell zu einer Infektion dieser Drüsen kommen, sodass sich an deren Oberfläche ein Pfropfen bildet. Weil im Gesicht und am Rücken viele Drüsen vorhanden sind, tritt das Leiden bevorzugt an diesen Stellen auf. Pickel bestehen aus Talg und Hautzellen, der Pfropfen ist gut sichtbar und macht einen gelblichen oder weißlichen Eindruck.

Vorsicht bei schwarzen Pickeln

Es gibt darüber hinaus Pickel, die weiter in der Haut liegen und eine schwarze Oberfläche haben. Es handelt sich dabei auch um eine verstopfte Pore, die durch den Hautfarbstoff Melanin schwarz gefärbt wurde. Es besteht in der Regel keine Entzündung, weshalb der Pickel deutlich flacher wirkt. Während die gewöhnlichen „Eiterpickel“ auch „Whiteheads“ genannt werden, nennt man die Melanin-Pickel „Blackheads“.

Gründliche Gesichtsreinigung

Der größte Fehler beim Ausdrücken eines Pickels ist mangelnde Hygiene. Wird der Pickel einfach mal zwischendurch mit den ungewaschenen Fingernägeln ausgedrückt, können Entzündungen, rote Flecken und schlimmstenfalls Narben folgen. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, das Gesicht vor dem Ausdrücken gründlich zu waschen. Es empfiehlt sich, eine warme Dusche zu nehmen oder das Gesicht mit einem Waschlappen und milder Seife längere Zeit zu waschen. Auch eine Gesichtssauna hat sich gut bewährt. Dieser Vorgang öffnet die Poren, sodass der Pickel später leichter ausgedrückt werden kann. Das Gesicht sollte zudem gründlich von Makeup befreit werden, außerdem müssen die Hände gewaschen und im Idealfall desinfiziert werden. Eine haushaltsübliche kleine Nadel wird ebenfalls mit Desinfektionsmittel oder einer Flamme (Feuerzeug) sterilisiert.

Das Ausdrücken ist ganz leicht

Der Pickel muss zum Ausdrücken reif sein, dass heißt, dass er eine deutliche Wölbung aufweisen muss. Der Pickel wird mit der Nadel aufgestochen, allerdings nicht zu tief, sondern nur an der Oberfläche. Mit einem Kosmetiktuch oder Toilettenpapier wird nun seitlich auf den Pickel gedrückt. Scharfe Fingernägel können dabei hilfreich sein. Es sollte so lange auf den Pickel gedrückt werden, bis die gelbliche bzw. weiße Flüssigkeit vollständig ausgelaufen ist. Sobald klare Flüssigkeit oder Blut kommt, muss der Prozess beendet werden.

Nachbehandlung sehr wichtig

Die gesamte Flüssigkeit aus dem Pickel sollte mit einem Kosmetiktuch (alternativ geht auch Toilettenpapier) aufgenommen werden. Es empfiehlt sich, nach dem Ausdrücken eine Zink- oder Calendulasalbe aufzutragen. Dadurch kann die Wunde schneller heilen und ist vor einer Reinfektion geschützt. Die betroffenen Hautpartien sollten immer wieder mit einem Gesichtswasser benetzt werden, weil dieses die Poren frei hält. Eine Alternative zum Ausdrücken ist übrigens das sogenannte Ausziehen: Nach dem Anstechen wird der Pickel nicht ausgedrückt, sondern mit einem Kosmetiktuch nach oben gezogen. Auch hier sind lange Fingernägel von Vorteil, außerdem ist diese Variante etwas schonender, weil der Pickel nicht ständig von der Seite gedrückt wird. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Pickel nicht mit bloßen Fingernägeln oder Händen, sonder nur mit einem Toiletten- oder Kosmetikpapier berührt wird, um Entzündungen zu vermeiden. Gelingt es trotz dieser Anleitung nicht, den Mitesser zu entfernen, sollte ein Hautarzt aufgesucht werden, der diesen schnell und hygienisch öffnen und beseitigen kann. Noch etwas zu den schwarzen Mitessern: Diese können nicht ausgedrückt werden, weil sie zu flach sind und meist ohnehin keine Entzündung vorliegt. Werden sie zu lange malträtiert, können die schwarzen Pickel nach innen aufplatzen und eine heftige Entzündung auslösen, die im Gesichtsbereich nicht ungefährlich ist, weil die Erreger auch in die Blutbahn des Gehirns gelangen können.

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