Öle und Haare

Öle und Haare

Rund 100 verschiedene Pflanzenöle werden in der Kosmetik angewandt. Viele Frauen und auch Männer fragen sich, welches pflanzliche Öl für ihre Haare wohl am besten geeignet ist.

Anregungen rund um das Thema natürliche Pflegeöle & Haare


Im Alltag ist das Haar etlichen schädlichen Einflüssen von außen schutzlos ausgesetzt. Heizungsluft, UV-Licht und Wind sowie chemische Pflegeprodukte führen dazu, dass die Haare splissig, brüchig und trocken werden. Doch natürliche Öle können das angegriffene Haar retten. Denn durch regelmäßige Anwendungen von Pflegeölen kann das einst splissige Haar wieder langfristig gesund werden und in neuem Glanz erstrahlen.

Was sind natürliche Haaröle und worauf kommt es bei der Anwendung an?


Je nach Haartyp bieten natürliche Pflegeöle fürs Haar eine intensive und unterschiedlich starke Pflegekraft. Die Öle beinhalten Vitamine, gesunde Fettsäuren und andere Nährstoffe ihrer Ursprungspflanze. Auf diese Weise wird die Haarpracht von Grund auf gestärkt und aufgebaut. Konventionelle Haaröle beinhalten zu einem großen Teil synthetisch hergestellte Silikonöle und darin ist leider nicht viel Natur enthalten. Die Wahl des richtigen Haaröls ist immer in Bezug auf die Abstimmung der eigenen Haarstruktur zu treffen. Bei einem natürlichen Pflegeöl ist natürlich die Qualität des Öls entscheidend. Es sollte stets kalt gepresst sein, da kalt gepresste Öle naturbelassen und somit besonders schonend hergestellt werden.

Die Haarpflege mit pflanzlichen Ölen bietet viele Möglichkeiten. Die Anwendung ist einfach. Das Öl sollte auf das Haar und die Kopfhaut aufgetragen werden. Dann gilt es, das Öl vorsichtig zu verschmieren. Wie oft und wann genau die Haare mit dem Öl gepflegt werden, kann je nach Bedarf individuell entschieden werden. Bei einer adäquaten Anwendung können Frauen und Männer selbst darüber entscheiden, wie lange das Öl auf dem Kopf verbleiben soll. Manche lassen das Haaröl circa eine Stunde einwirken. Andere hingegen schwören darauf, das Pflanzenöl zur Haarpflege die ganze Nacht einwirken zu lassen. Gesunde Haaröle schützen das Haar vor extremen Temperaturen und sind für strapazierte Haarspitzen ein überaus gutes Haarserum. Wichtig bei der Anwendung ist, dass das Öl stets gleichmäßig und großzügig in den Haarlängen verteilt wird. Anschließend gilt es, das Öl in die Haarspitzen intensiv einzukneten. Eine Ölkur bietet sich insbesondere vor dem Haarewaschen an. Die Menge des eingesetzten Haaröls beträgt pro Pflegeaktion ungefähr zwei bis drei Esslöffel.

Für Frauen und Männer, die von einer großen Porosität der Haare betroffen sind, stellen Traubenkernöl, Leinöl, Sonnenblumenöl, Maisöl, Nachtkerzenöl, Rizinusöl und Schwarzkümmelöl eine gute Wahl dar. Für alle mit einer normalen Porosität der Haare eignen sich Arganöl, Kamelienöl, Süßmandelöl, Moringa-Öl, Sesamöl, Macadamiaöl, Avocadoöl und Aprikosenkernöl hervorragend. Bei einer geringen Porosität sollten Frauen und Männer Palmöl, Babassuöl oder Kokosnussöl wählen.



Das Arganöl als Ölkur für die Nacht

Arganöl


Unter den Haarölen zählt das Arganöl zu den Allroundern. Es ist für alle Haartypen perfekt. Das Öl für die Haare enthält zum großen Teil einfach gesättigte Fettsäuren. Es hat vielleicht einen etwas strengen, leicht säuerlichen Geruch, doch dieser verfliegt nach dem Auswaschen schnell. Arganöl eignet sich als Pflegemittel fürs Haar, es kann gut und gerne über Nacht auf dem Kopf bleiben. Auf diese Weise kann das Öl aus Marokko wunderbar ins Haar einziehen. Die Gewinnung des Öls ist äußerst aufwendig und erfolgt von den Berberinnen in Handarbeit. Es handelt sich hierbei um ein sehr kostspieliges und durchaus effizientes Öl für die Haarpflege. Das Öl wird bei der Anwendung pur in die Haarlängen einmassiert. Vor dem Haarewaschen eignet sich die Kur mit Arganöl bestens. Aufgrund der schonenden Verarbeitung bleiben all die wertvollen Inhaltstoffe im Öl erhalten.


Mandelöl ist für trockene Haare ideal

Mandelöl

Die Anwendung der pflanzlichen Haaröle ist eine zarte, effektive und inzwischen auch modische Methode der Haarpflege. Auch das Mandelöl gehört zu den sogenannten Allrounder-Ölen. Für alle Haartypen kann das Mandelöl eingesetzt werden. Es ist sehr gut verträglich und es duftet zudem angenehm nussig. Mithilfe des Mandelöls kann die Trockenheit der Haare vorzüglich bekämpft werden. Es beugt Spliss und Haarschädigungen vor, denn es versorgt die Haare intensiv mit Nährstoffen. Das wohlriechende pflanzliche Öl ist des Weiteren eine Wohltat für die Kopfhaut. Das Auftragen des Öls kann gemischt oder pur erfolgen. Für die Spitzen sollten Frauen und Männer das Öl pur auftragen. Für die Längen hingegen kann es gemischt in die Haare eingerieben werden. Für eine Pflegeeinheit oder eine Ölkur genügt bereits eine geringe Menge. Zwischen den Handflächen wird das Öl verrieben und anschließen in die Haarspitzen eingearbeitet. Bei der Verwendung dieses pflanzlichen Pflegeöls ist das Auswaschen nicht notgedrungen
vonnöten.



Avocadoöl – der Feuchtigkeitsspender fürs Haar


Für all jene Menschen, deren Haarpracht häufig unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt ist, sind Haaröle extrem wichtig. Avocadoöl stärkt das Haar und ist für die Kopfhaut sowie für die Haare ein willkommener Vitamin-Kick. Das Pflegeöl enthält sehr viele Antioxidantien. Gefärbte Haare können damit ebenfalls gut behandelt werden, denn sie sprechen auf das Avocadoöl sehr gut an. Die Haarfarbe kann sich komplett ohne chemische Zusatzstoffe erneuern. Das Haar wird durch das Avocadoöl gestärkt und somit vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze und Verschmutzungen bestens geschützt. Avocadoöl ist für alle Haartypen ideal, es pflegt das Haar glänzend und geschmeidig. Das frisch riechende Haaröl wird gerne in Haarkuren als idealer Feuchtigkeitsspender verwendet und kann auch in kleineren Mengen eingerieben
werden.



Kokosöl wirkt gegen Haarverlust und Schuppen

Kokosöl
Kokosöl überwindet die Zellen der Haarwurzel und dringt so ins Haar ein. Das Öl hilft, dem Proteinverlust der Kopfhaut und dem Fettsäuren-Mangel entgegenzuwirken. Die regelmäßige Anwendung des Haaröls kann auf Dauer Spliss vorbeugen und es hilft auch, die Haarproduktion anzuregen. Das Haar bekommt durch das Kokosöl einen gesunden Glanz. Das Pflegeöl wird in die strapazierten Spitzen einmassiert, dadurch wird das Haar mit der notwendigen Feuchtigkeit versorgt. Bei trockenem und geschädigtem Haar kann das Öl für eine schnelle Regeneration sorgen. Es genügt ein Esslöffel, das Öl wird in die Mähne am besten mithilfe eines Kammes eingearbeitet. Das Pflegeöl sollte man über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag sollte das Kokosöl gründlich ausgewaschen werden. Durch die Anwendung fühlen sich vor allem dicke und spröde Haare weicher an. Das liegt daran, dass das Kokosöl zu den nicht-trocknenden Ölen zählt. Es enthält somit nur einen geringen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, dafür ist der Anteil an gesättigten Fettsäuren sehr hoch. Für fettige und feine Haare ist jedoch das Kokosöl eher ungeeignet, der Ölfilm würde die Haare strähnig erscheinen lassen und unnötig beschweren.


Olivenöl ist gut für die Kopfhaut


Die beste Wirkung entfaltet das Olivenöl in Form einer Haarmaske. Das aus Oliven gewonnene Öl zählt zu den reichhaltigen Ölen. Es ist reich an Antioxidantien und an Vitamin E. Davon profitieren sowohl die trockene Kopfhaut als auch das trockene Haar. Für die Pflege von Kopfhaut und Haaren ist das Olivenöl ein wahrer Geheimtipp. Mithilfe des Olivenöls können Juckreiz und Schuppen erfolgreich und schnell bekämpft werden. Die Haare erscheinen nach der Pflege mit dem Olivenöl glänzender und sie sind zudem auch noch leichter zu kämmen. Sofern der Haarausfall nicht durch einen genetischen Grund verursacht wird, kann das Olivenöl als Haarpflegeprodukt den Haarausfall drastisch abschwächen. Die Anwendung erfolgt am besten mittels einer Haarmaske. Dabei wird das Olivenöl vorab in die Haare und in die Kopfhaut fein und gründlich einmassiert. Anschließend wird die Haarpracht mit einem Handtuch oder mit einer Duschhaube bedeckt. Das Öl sollte allerdings sparsam verwendet werden, ansonsten kann es am nächsten Morgen nur schwer wieder herausgewaschen werden. In der Regel sollte die Maske mindestens eine halbe bis eine Stunde einwirken. Es besteht jedoch durchaus die Möglichkeit, das Olivenöl über Nacht in den Haaren zu lassen.


Rizinusöl regt das Haarwachstum an


Rizinusöl sollte über Nacht einwirken, es ist ein recht dickflüssiges Öl. Eine dünne Schicht Rizinusöl wird in die Kopfhaut einmassiert. Die Omega-6 Fettsäuren sorgen für mehr Dichte und die Fettsäuren fördern gleichzeitig auch das Wachstum der Haare.

Fazit

Wer seine Haare stärken und seine Haarstruktur verbessern möchte, der findet durch viele natürliche Produkte die ideale Unterstützung. Die pflanzlichen Öle enthalten wertvolle Vitamine und Fettsäuren, die das Haar befeuchten und gleichzeitig nähren. Öle auf pflanzlicher Basis pflegen sowohl die Haare als auch die Kopfhaut.

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