Jackfruit

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Jackfruit

Durch ihren fruchtigen und süßen Eigengeschmack, der an Mango, Ananas und Banane erinnert, bringt sie Pfiff in Salate und eine Vielzahl anderer Gerichte.

Jackfruit

 
Die jackfruit ist als größte Baumfrucht weltweit im Gespräch. Doch das Maulbeergewächs aus den Tropen besitzt noch andere Vorzüge. Die Frucht kann nicht nur in reifem Zustand, sondern auch unreif gegessen werden. Die grüne jackfruit macht als neuer Fleischersatz von sich reden. Daher wollen wir uns nun etwas näher mit der Pflanze befassen und der Frage nachgehen, was die jackfruit als Powerfrucht für unsere Ernährung so interessant macht.


Jackfruchtbaum


Der Jackfruchtbaum ist ein immergrünes Gewächs. Auf einem verhältnismäßig kurzen Stamm sitzt eine kompakte Baumkrone auf. Nicht selten erreichen die Gewächse Höhen von bis zu 20 Metern. Der Stammdurchmesser kann bis zu drei Metern betragen. Die Bäume besitzen feste sattgrüne Blätter und eine rotbraune Rinde, welche bei ihrer Verletzung Milchsaft abgibt.

Herkunft und Verbreitung

Die jackfruit wird weltweit in tropischen Gebieten angebaut. Die ursprüngliche Heimat der Frucht liegt in Indien. Dort wachsen Jackfruchtbäume bis in Höhelagen von mehr als 1.000 Metern. In Indien konzentrieren sich die Vorkommen auf die Regionen Assam, Kerala, Karnataka und Westbengalen. Auch in Thailand, Sri Lanka, Nepal und Bangladesch wird die jackfruit teils großflächig angebaut.

Wann ist Erntezeit?

Die Erntezeit ist in den verschiedenen Herkunftsländern verschieden. So werden die Früchte zwischen Januar und Juni und zwischen September und Dezember geerntet. Damit ist die jackfruit beinahe ganzjährlich erhältlich.

Vollreife Früchte - ein klebriges Vergnügen

Beinahe ein halbes Jahr braucht die jackfruit, bis sie voll ausgereift ist. Dabei entwickeln sich die Früchte zu wahren Giganten. Bis zu 50 Zentimeter lang kann die Jackfrucht werden und dabei über 30 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Schwergewichte werden bei der Ernte direkt vom Stamm geschnitten. Anschließend werden sie mit dem Messer geteilt und in einzelne Stücke portioniert. Dabei tritt ein milchiger und klebriger Saft aus der Frucht aus. Das Innere der jackfruit erinnert an die Ananas. Mittig befindet sich ein dicker, weißer Strunk, welcher von den gelben Fruchtstücken umgeben ist. Die jackfruit ist quasi bereits portioniert. Sie enthält einzelnen, etwa fünf Zentimeter große Fruchtstücke, welche wiederum einen harten Kern besitzen und durch feste Fasern voneinander getrennt sind. Die einzelnen Stücke können mit den Fingern herausgelöst werden. Der Geschmack reifer jackfruits wird als fruchtig beschrieben und erinnert an Papaya oder Mango.

Unreife Früchte - ja bitte

Unreifes Obst ist meist weder lecker noch überhaupt zum Verzehr geeignet. Bei der jackfruit ist das anders. Die unreifen Früchte sind als leckerer und gesunder Fleischersatz im Gespräch. Veganer und Vegetarier sind begeistert. Haben sie doch eine Alternative zu Fleisch gefunden, die weder Soja noch Gluten enthält. In unreifem Zustand wird die jackfruit geerntet, wenn sie etwa die Größe einer Ananas erreicht hat und zirka drei Kilogramm wiegt. Damit erscheinen die Früchte noch handlich und lassen sich leichter transportieren und verarbeiten. Das Fruchtfleisch ist in diesem Zustand noch komplett weiß und besitzt eine Konsistenz, die bereits optisch an Hähnchenfleisch denken lässt. Auch die Kerne haben noch nicht die spätere Größe und Härte erreicht. Sie sehen aus wie eine Erbse und sind weich. Unreif schmeckt die jackfruit leicht säuerlich. In rohem Zustand ist die unreife jackfruit allerdings wenig schmackhaft und kann auch schlecht verdaut werden. Damit das Fruchtfleisch uns nicht wie ein Stein im Magen liegt, sollte es geschmort oder gebraten werden. Dann verändert sich die Konsistenz. Die Fasern werden weich und ein Ersatz für Hühnerfleisch, Schweinefleisch oder Rinderbraten ist gefunden.
 
Bio Jackfruit aus der Dose
Jackfruit


Wie werden jackfruits verwendet?

In der asiatischen Küche hat die jackfruit einen festen Platz. Die unreifen Früchte werden von ihrer Schale befreit, eingelegt oder wie Gemüse gekocht. Der Export als veganer Fleischersatz boomt sein einigen Jahren. Ein beliebtes Produkt sind auch Jackfruit-Chips, hergestellt aus in der Sonne getrockneten Früchten. In ihren Herkunftsländern wird die jackfruit in ihrem reifen Zustand auch als Süßspeise verzehrt.
Auch die Samen können verwendet werden. Werden sie geröstet oder gekocht, können Sie in Currys als Einlage Verwendung finden. Die getrockneten Samen lassen sich auch zu Mehl verarbeiten und erinnern in ihrem Geschmack an Maronen.


Jackfruit contra Hähnchenbrust


Nicht nur optisch erinnert das Fleisch der unreifen Früchte an Hähnchenbrust. Wird es gebraten, erinnert das Fruchtfleisch stark an Hähnchen, Gulasch, Rinderbraten und Co. Sogar eine leckere Kruste entsteht, wenn die jackfruit gebraten wird. Wird das Fruchtfleisch in Streifen geschnitten, lassen sich auch schmackhafte Currys damit zubereiten.


Jackfruit stielt Soja die Show


Bislang galten Tofu oder Seitan als beliebtester Fleischersatz. Dies könnte sich bald ändern, denn endlich können auch Menschen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden aufatmen. Soja ist zudem nicht jedermanns Geschmack und nicht zuletzt steht auch die schlechte Ökobilanz in der Kritik. Gentechnik ist für die jackfruit ein Fremdwort und auch Gluten ist garantiert nicht enthalten. Damit ist die jackfruit als Fleischersatz für Vegetarier und Veganer stark im Kommen.

Was streckt drin?

In ihren asiatischen Herkunftsländern wird die jackfruit als Grundnahrungsmittel angesehen und häufig auch als Alternative zu Reis verzehrt. Dies lässt sich auf den hohen Gehalt an Stärke zurückführen. Weiterhin ist der Kalziumanteil in der nahrhaften Frucht vergleichsweise hoch. In den Kernen konzentrieren sich Eisen, Schwefel, Magnesium und Vitamine der B-Gruppe.


Wie gesund ist die jackfruit wirklich?

Wie wir bereits erfahren haben, ist die jackfruit ein nahrhaftes Naturprodukt mit einem hohen Anteil an Kalzium, Magnesium und Vitaminen. Doch wie schneidet der Exot nun im Vergleich zu unseren alltäglichen Grundnahrungsmitteln ab? Während sich der Gehalt an Magnesium und Kalium kaum von der Kartoffel unterscheidet, liegt der Ballaststoffgehalt bei unseren Erdäpfeln deutlich darüber. Auch Eiweiß ist in der Kartoffel mehr enthalten, als in der jackfruit.

Ein optischer Fleischersatz ist gefunden, wenn die jackfruit ähnlich gewürzt und zubereitet wird. Bei den Nährwerten unterscheidet sich die Jackfruit jedoch deutlich von Fleisch.

Was sollte bei Verarbeitung und Lagerung beachtet werden?

Unreife Früchte sind mehr als eine Woche bei Zimmertemperatur haltbar. Reife Früchte sollten im Kühlschrank aufbewahrt und baldigst verbraucht werden. Die Früchte können gekocht, gebraten, gegrillt oder gedünstet werden. Bei der Verarbeitung tritt ein klebriger Saft aus. Die Früchte werden aufgeschnitten, anschließend wird das Fruchtfleisch ausgelöst. Reife Früchte lassen sich einfach schneiden, raspeln oder auch pürieren. Unreife Früchte können ebenfalls wie Gemüse geschnitten werden.

Reife Früchte geben einen intensiven Duft ab. Die Schale gibt leicht nach, wenn man mit dem Finger Druck ausübt. Im Supermarktregal ist die jackfruit leider noch ein seltener Gast. In Asia-Geschäften wird man dagegen häufiger fündig. Hier können die Früchte in getrocknetem Zustand oder eingelegt in Salzlake gekauft werden.

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