Essbare Blüten

Essbare Blüten

Wussten sie das? Schon Ralph Waldo Emerson (1803-1882) sagte vor vielen Jahren:
„Die Erde drückt ihr Lachen durch Blüten aus.“

Blüten Essen

Ob zur damaligen Zeit schon die herrlich bunte Blüte als Gaumenfreude gegessen wurde? Im Zeitalter des 21. Jahrhunderts nimmt die Essblüte jedenfalls einen sehr hohen Stellenwert ein. Völlig zurecht, wie wir finden. Während Heilkräuter aus der freien Natur längst schon ihre Kräfte in der Naturheilmedizin entfalten, sind die Blüten ein Schatz, der vor allem optisch überzeugt. Wir stellen ihnen nun einige Blüten vor. Sie schmecken nicht nur sehr lecker, sondern vollenden jedes Gericht auf dem Teller als kleines Kunstwerk.

Welche Blüten können sie essen?

1. Gänseblümchen – der Glücksbote


Diese Blüten finden wir in jedem kleinen Garten. Bereits im Frühjahr erfreuen sich nicht nur Kinder an den Blüten der Gänseblümchen. Wussten sie, dass der nussig-leichte Geschmack jedes Gericht verfeinern kann? Daneben kann die kleine Blume noch mehr: Sie wirkt heilend und trägt zur Schmerzlinderung bei psychischen und physischen Krankheiten bei. Gänseblümchen schenken uns ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit.

Die kleine Gartenblume wirkt krampflösend und schmerzstillend. Viele Frauen setzen die heilende Kraft effizient gegen Menstruationsbeschwerden ein. Gänseblümchen wirken blutreinigend und können vielen Hauterkrankungen entgegenwirken. Sie helfen bei Blasen- und Nierensteinen und vielem mehr. Der Tee aus Gänseblümchen schmeckt erfrischend und wird bei allen Erkältungskrankheiten gern getrunken.

Das Gänseblümchen – man muss es einfach lieb haben. Deshalb tut es unserer Seele gut.

Rezeptidee

Verfeinern sie jeden Salat mit Gänseblümchen. Wetten, dass auch Kinder diesen Salat gerne essen? Die nussige, leicht bittere Geschmacksnote eignet sich vor allem zu Blattsalaten mit Honigdressing. Die optisch so liebevolle Blüte verfeinert jede Vorspeise und zaubert den Gästen ein Lächeln ins Gesicht.


2. Die Knoblauchsrauke – klein aber oho

Knoblauchsrauke Essen

Diese kleine, weiße Blüte finden wir in der Natur von April bis Juli. Wie der Name schon sagt, treffen wir auf den würzigen Knoblauchgeschmack in dieser Blütenpflanze. Natürlich können sie auch die Blätter der Knoblauchsrauke verzehren. Der intensive Knoblauchgeschmack der Blüte erlaubt sparsame Verwendung zu deftigen Gerichten.

Rezeptidee

Blüten und Blätter der Knoblauchsrauke können sie hervorragend im Pesto verwenden. Mit dem selbst zubereiteten Pesto dürfen sie das ganze Jahr über kochen. Muss es im Alltag schnell gehen? Mit dem Pesto und Blüten der Knoblauchsrauke können sie jedes Pastagericht veredeln.



3. Stiefmütterchen und Hornveilchen – alles andere als stiefmütterlich

Stiefmütterchen-Essen

Die böse Stiefmutter – kennen wir diese nicht alle aus der Märchenwelt? Völlig zu unrecht wird damit diese Pflanze in ein negatives Licht gerückt. Die liebevolle und milde Blüte erfreut uns als Frühlingsbote in frischen Farben von gelb bis dunkelviolett. Gerade wenn wir den Winter mehr als satt haben, erfreuen wir uns an diesen Blüten, die hervorragend jeden Teller dekorieren. Die anspruchslose Blüte strahlt eine enorme Lebenskraft aus.
Durch die Samen, die von Frühling bis Herbst immer wieder ausgesät werden, sorgt das Veilchen fleißig für stetigen Nachwuchs.
Die Blütenpracht glänzt als Heilblüte. So gilt die üppige, farbenfrohe Blüte als entzündungshemmend und blutreinigend. Bei Kinderkrankheiten wirkt das Stiefmütterchen antibakteriell.
Die Pflanze als Wildblüte finden wir in unserer deutschen Natur nicht an jeder Ecke. Deshalb wird in der Küche gerne die Zierblüte des Veilchens verwendet und gegessen.

Rezeptidee

Alle Blüten von Stiefmütterchen und Hornveilchen eignen sich hervorragend zur Dekoration von Tellergerichten. Wollen sie im März die warme Suppe mit der Blüte des Stiefmütterchens veredeln? Wer freut sich nicht schon im Frühling über leckere Essblüten? Natürlich überzeugt die große Blüte des Veilchens auf jedem bunten Sommersalat.


4. Roter Klee

Roter-Klee-Essen

Kleeblüten werden sehr gerne in der modernen Küche verwendet.
Warum? Die Blüten des Roten Klees schmecken dezent und neutral. Als Heilpflanze wirkt die prachtvolle Blüte appetitanregend und stimuliert die Darmtätigkeit. Wer an Verdauungsproblemen leidet darf rote Kleeblüten gerne genießen. Vor allem die Keimlinge des roten Klees gelten als gesund und schmecken knackig-zart.

Rezeptidee

Die frischen Keimlinge enthalten viele Spurenelemente und wichtige Mineralstoffe. Auch die Blüte, die sie vor allem im Frühling auf den deutschen Wiesen finden, kann hervorragend zum Verzehr und zu Dekorationszwecken verwendet werden. Nicht nur für Salate und für leichte Suppen eignet sich die Kleeblüte. Vielmehr können sie einen erfrischenden, sommerlichen Brotaufstrich mit der Kleeblüte verfeinern.


5. Rosenblüten – für liebevolle Kunst



Vor allem die Wildrose vertritt die Botschaft der Liebe. Rosenblüten schmecken zart und leicht süßlich. Vor allem die kleinen Rosenblätter der Blüte eignen sich perfekt dazu, auch süßen Speisen den letzten Schliff zu verleihen. Allgemein wirkt die Rosenblüte entkrampfend und beruhigend. Die Rosenblüte ist heilend bei Wunden. Der Rose wird eine antiseptische Eigenschaft nachgesagt.

Vor allem im Mund- und Rachenraum wirken die Wirkstoffe der Rose gegen Entzündungen. Die wunderschöne Rosenblüte hilft gegen Durchfälle und Depressionen. Die Wildrose ist in der Küche und der Heilkunde der Pflanzenwelt der Zuchtrose vorzuziehen.

Rezeptidee

Rosenblätter eignen sich perfekt, die Sommerbowle auf eine bezaubernde Art und Weise zu verfeinern. Rosenblätter können sie auf eine liebevolle Art und Weise in orientalischen Desserts verwenden. Die Dekoration der Rosenblüte von einer Frucht-Cremespeise mit Mango und Passionsfrucht verleiht einem exotischen Dessert den besonderen Zauber. Mainstream war gestern – die Rosenblüte zum essen - ist heute.


6. Die Ringelblume – die orange Schönheit der Nervenstärke

Ringelblumen-Blüten-Essen

Wie kleine Karottensticks wirken die herrlichen großen Blütenblätter in einem kräftigen Farbton in orange. Die Ringelblume wirkt stärkend für die Verdauung. Sie beeinflusst das gesamte Nervensystem positiv. Wer kennt nicht die Ringelblumensalbe, die vor Hautreizungen schützt und kleine Wunden in der Haut heilt? Die farbenfrohe Blüte der Heilpflanze sieht optisch ansprechend aus. Wir finden in der Natur die Ringelblumenblüten bis in den späten Herbst hinein. Ein Grund mehr, den langen Sommer über den Geschmack der fruchtigen Blüten zu genießen.

Rezeptidee

Ringelblumen in ihrer Blütenpracht vollenden jedes einfache Gericht. Du willst ein schlichtes Risotto oder ein Nudelgericht in banalen Farben den richtigen Kick verleihen? Eine schöne Blüte der kräftigen Ringelblume bietet die optische Vollendung auf jedem Teller. Ringelblumen schmecken leicht fruchtig und einfach lecker. Sie wissen ja – das Auge isst mit.


7. Die bunte Sommerwiese – einfache Naturvielfalt genießen

Für alle, die sich nicht entscheiden können: die Blumenwiese als Saat von bunten Essblüten können sie in ihrem Garten ansäen. Hier finden sie Mohnblüten oder Kapuzinerkresse. Es bleibt kein Wunsch offen, wenn sie verschiedene Essblüten probieren möchten. Wer kann da schon widerstehen?

Rezeptidee

Sie möchten selbstgemachte Schokoladenpralinen mit Essblüten vollenden? Getrocknete Blütenkunst aus dem eigenen Garten eignet sich perfekt für diesen Zweck. Möchten sie die bunte Sommerwiese dafür verwenden?

Fazit

Esskunst in Form von bunten Blüten – das ist trendy und gesund. Schenken sie sich heute noch eine besondere Blüte als Gaumenschmaus. Fast zu schön, um aufzuessen, oder?

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