Die Kraft der ätherischen Öle

Die Kraft der ätherischen Öle

Ätherische Öle: Unsere sinnlichen Helfer im Alltag

Was sind eigentlich ätherische Öle?

In ätherischen Ölen steckt die gesamte Lebenskraft der verwendeten Pflanze. Der intensive Duft wird schnell vom Organismus aufgenommen und wirkt beim Menschen auf Psyche und Physis. Diese Öle werden selten pur angewendet, sondern kommen meist in Duftlampen, als Badezusatz, Heilumschläge oder Inhalation zum Einsatz. Zur Herstellung dieser potenzierten Kraft werden unterschiedliche Teile der Pflanze benutzt. Neben Blättern und Blüten finden auch Harze, Wurzeln und Rinden Verwendung. Das Wort „ätherisch“ drückt aus, dass es sich bei diesem Öl um eine flüchtige Substanz handelt, die ganz im Gegensatz zu fetten Ölen steht. Das Fläschchen sollte deshalb immer gut verschlossen werden.

Die Herstellung ätherischer Öle gelingt entweder mithilfe von Wasserdampfdestillation oder Kaltpressung. Das Destillationsverfahren ist günstiger, allerdings weniger schonend, weil Temperaturen von bis zu 70 Grad erzeugt werden. Kalt gepresst werden vorwiegend Zitrusfrüchte, aus denen wertvolles Zitronen-, Orangen- oder Limonenöl gewonnen wird. Einige Pflanzenteile sind sehr empfindlich, weshalb sie mithilfe eines chemischen Lösungsmittels extrahiert werden müssen. Dieses wird nach dem Herstellungsprozess zwar weitgehend entfernt, kleine Teile davon verbleiben aber in dem Öl, weshalb Aromatherapeuten nur auf lösungsmittelfreie ätherische Öle zurückgreifen.

Pur angewendet können ätherische Öle vor allem bei Hautirritationen für Linderung sorgen, beispielsweise eignet sich Teebaumöl hervorragend gegen Pickel. Wer von Kopfschmerzen und Migräne geplagt wird und auf chemische Mittel gerne verzichten möchte, kann es mit Minzöl versuchen, das in die Schläfen eingerieben wird. Ätherische Öle gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, allerdings ist die Qualität sehr unterschiedlich. Bei uns finden Sie ausschließlich schonend hergestellte Extrakte, die höchsten Ansprüchen genügen und ständig kontrolliert werden.

Ätherisches Rosenöl verwöhnt die Haut

Die Rose hat ihren Ursprung in Persien, wird heute aber vor allem in Frankreich und den nordafrikanischen Ländern angebaut. Sie fasziniert durch ihren betörenden Duft, ihre beispiellose Schönheit und beachtenswerte Heilkraft. Der Rosenduft ist durch und durch weiblich und steht dabei für das Weibliche an sich, zumal die Rose die Königin der Blumen ist. Ätherisches Rosenöl ist als Geschenk eine sinnliche Alternative zu einem Rosenstrauß. Der Legende zufolge wurde das Rosenöl zufällig entdeckt, weil sich in einem persischen Palast die mit Wasser gefüllten Blumenvasen, die Rosen enthielten, erwärmten. Den Vasen entstieg ein betörender Duft – das Rosenöl war geboren. Rosenöl zählt zu den teuersten Ölen überhaupt, weil die Ausbeute relativ gering ist. Etwa 100 Kilogramm Rosenblätter werden benötigt, um durch Wasserdampfdestillation 25 Gramm ätherisches Öl zu gewinnen. Rosenöl wirkt besänftigend, aphrodisierend und öffnet unsere Augen für die Schönheiten und Freuden des Lebens. Ätherisches Rosenöl kann Schmerzen lindern und die Menstruation fördern, zudem wirkt es krampflösend, antiseptisch und macht die Haut geschmeidig zart. Gerade bei trockener Haut und Herpes hat das Öl bereits gute Erfolge erzielt.

Ätherisches Jasminöl

Der Duft des zarten Jasmin ist derart fein und betörend, dass er nur in den teuersten Ölen und Parfüms enthalten ist. Jasmin hat einen positiven Einfluss auf die Emotionen, er verbessert die Laune, verleiht ein Gefühl des Optimismus' und kann sogar Euphorie erzeugen. Ursprünglich stammt der Jasmin aus Nordindien und gilt dort bereits seit Jahrtausenden als „Königin der Blüten“. Jasmin steht für Liebe und Erotik sowie die Verführung. Die Blüten werden nachts oder am Morgen geerntet, damit die maximale Konzentration des ätherischen Öls enthalten ist. Das Aroma des Jasmin ist sehr intensiv und ergiebig. Bereits ein Tropfen auf 30 Milliliter reicht für eine Massage aus. Vor allem Menschen mit empfindlicher und trockener Haut profitieren von Jasminöl, es macht sich auch in einem Entspannungsbad hervorragend. Jasmin wirkt schmerzlindernd und betörend, es steigert die Fantasie, Kreativität und Hingabe. Weil Jasminöl krampflösend wirkt, kann es gut bei Kopfschmerzen oder bei der Menstruation eingesetzt werden. Es hat zudem einen sehr positiven Effekt auf die Gebärmutter, weshalb es immer noch in der Geburtshilfe zur Anwendung kommt.

Ätherisches Teebaumöl

Das Teebaumöl erfreut sich bei uns zunehmender Beliebtheit und ist durch seinen ausgesprochen intensiven Geruch bekannt. Der Teebaum wächst in Australien und wird bis zu sieben Meter hoch, er zählt zu den Myrtengewächsen. Das ätherische Öl des Teebaums wirkt keimtötend und hat eine desinfizierenden Charakter. Juckreiz wird erfolgreich gemildert und Pilze eliminiert. Der Name „Teebaum“ stammt übrigens vom Engländer James Cook, der die Blätter als Tee-Ersatz verwendete, weil sie besonders erfrischend und würzig sind. Teebaumöl ist vielseitig einsetzbar: Bei Insektenstichen kann die betroffene Stelle eingerieben werden, der Schmerz lässt dann schnell nach. Nasennebenhöhlenentzündungen und hartnäckige Erkältungen können behandelt werden, indem einige Tropfen des Öls in einer Duftlampe erwärmt werden. Bei Scheidenentzündungen werden 4-5 Tropfen des reinen Öls in ein Glas warmes Wasser gegeben. Die Mischung wird dann äußerlich über die Geschlechtsteile laufen gelassen, sodass sich die entzündeten Hautstellen rasch beruhigen. Die bekannteste Wirkung ist jedoch jene gegen Pickel: Pur aufgetragen lässt es diese im Nu schrumpfen. Teebaumöl ist relativ stark, deshalb sollte die Wirkung zunächst an einer kleinen Hautstelle getestet werden.


Ätherisches Geranienöl

Die Geranie hat ihren Ursprung in Marokko, das Öl wird dabei aus den Blättern gewonnen. Der Duft ist sehr fein, ausgesprochen blumig und erinnert ein bisschen an Rosen. In ätherischem Geranienöl kommt der Stoff Citronellol vor, der sich auch in teurem Rosenöl findet. Die Geranie wirkt ausgesprochen gut gegen Pilze und Entzündungen, aber auch eine antibakterielle und blutstillende Wirkung konnte nachgewiesen werden. Das Öl wirkt stimulierend auf Bauchspeicheldrüse und Leber, die Gallenröhre wird dabei gedehnt. Vor allem Personen mit fettiger Haut profitieren von Geranienöl, weil es dieser überschüssiges Fett und Talg entzieht. Ätherisches Geranienöl wirkt ausgleichend auf die Hormone und mindert PMS sowie Menstruationsbeschwerden. Auf der emotionalen Ebene sorgt die Geranie für Beruhigung und Entspannung. Geranienöl ist sehr hautfreundlich und kann deshalb sowohl pur als auch verdünnt angewendet werden. Bei Ängsten und Depressionen muntert der Duft auf und sorgt für neuen Antrieb. Bei einer Angina können zehn Tropfen in ein Glas Wasser gegeben werden. Anschließend wird damit gegurgelt, allerdings sollte das Gemisch nicht getrunken werden. Wird Geranienöl in eine Duftlampe gegeben, vertreibt es lästige Stechmücken, weil diese den Duft im Gegensatz zum Menschen nicht schätzen.

Ätherisches Vanilleöl

Die Vanille ist eine wunderbare Pflanze, die herrlich duftet und vor allem in Madagaskar und der Insel Reunion beheimatet ist. Vanille kurbelt den Stoffwechsel an, stärkt Körper und Geist und wirkt insgesamt stimmungsaufhellend. Ätherisches Vanilleöl in der Duftlampe sorgt für einen zauberhaften Raumduft, als Massageöl wirkt es betörend sowie ausgleichend. Das Öl wird aus den Vanilleschoten gewonnen, für einen Liter Öl sind dazu 3 Kilogramm Schoten notwendig. Der Vanilleduft löst Verspannungen und Blockaden, ist dabei süßlich warm, schmeichelnd, entspannend und angenehm anregend. Vanille ist ein Seelenschmeichler, spendet Wohlbefinden und Vertrauen und ist die Königin der Gewürze. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich der Mensch an Rosen- und Vanilleduft am besten erinnert. Selbst nach Jahren kann das Einatmen des herrlichen Duftes ein Deja-Vu-Erlebnis auslösen. In der Vanille sind über 40 verschiedene Aromastoffe miteinander kombiniert, sie wirkt zudem direkt auf das menschliche Gefühlszentrum. Depressionen, Ängste und Stress können mit Vanille wirksam gemindert werden. Der Duft von Vanille steigert die Produktion des Glückshormons Serotonin, weshalb Vanille die Stimmung deutlich bessern kann. Werden einige Tropfen Vanilleöl auf ein Vollbad gegeben, setzt ein entspannender und schlaffördernder Effekt ein. Ätherisches Vanilleöl ist gut hautverträglich, sollte aber nicht in die Augen gebracht werden. Übrigens: Der Inhaltsstoff Vanillin ist den menschlichen Pheromonen ähnlich. Es wird der Vanille deshalb nachgesagt, dass der Duft vor allem auf Männer aphrodisierend wirkt.

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