Bio Bienenwachs

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Bio Bienenwachs

Alles über Bienenwachs

Alles über Bienenwachs 


Bienenwachs ist eines jener Produkte, die vor allem bei der Imkerei bedeutend sind. Es ist dabei in Form von Wachswaben bekannt. Doch Bienenwachs hat noch viel mehr Eigenschaften, die es zu einem bedeutsamen Stoff für viele Arten von Produkten haben werden lassen. So wird es etwa auch im kosmetischen Bereich verwendet.

Zusätzlich findet das natürliche Produkt auch noch Anwendung in der Lebensmittelindustrie, der Kerzenherstellung und ist zudem ein Holzpflegemittel. Das Produkt ist also alles andere als unwichtig für die Wirtschaft und den Menschen. Vor dem Hintergrund des voranschreitenden Bienensterbens, dem glücklicherweise immer mehr entgegengesetzt wird (urbanes Imkern etc.), wird die Bedeutung von hochwertigem Bienenwachs also umso klarer.

In der Qualität gibt es dabei auch Unterschiede, die von der Art der Bienenhaltung abhängig sind. Gerade für den kosmetischen und den lebensmitteltechnischen Bedarf ist Bienenwachs von höchster Bio-Qualität daher bedeutend.


Was ist Bienenwachs?

Bienenwachs besteht vor allem aus Estern, die widerum aus langkettigen Alkoholen und Säuren bestehen. Diese erklären gleichsam die unfeste Struktur und die Brennbarkeit des Materials. Gleichzeitig werden dem Bienenwachs so Eigenschaften natürlicher Fette zu eigen. Dabei besteht die Hauptmasse des Wachses aus einem Gemisch, das Myricin genannt wird. Es macht mit circa 65 Prozent den größten Teil des Wachses aus.

Bei Bienenwachs handelt es sich zudem streng genommen um ein ausgeschwitztes Produkt, das von den Bienen aus den Wachsdrüsen abgesondert wird. Vorerst ist das Bienenwachs weiß oder klar. Es enthält artspezifische Aroma- und Geruchsstoffe, ist mit ätherischen Ölen angereichert und dient der Biene primär zum Schaffen von Brut- und Nahrungskammern. Die typische gelbe Farbe des Bienenwachses entsteht im Nachhinein durch das Anreichern mit Pollenöl, das besonders reich an Carotin ist - diese Vorstufe des Vitamin A ist gelblich bis orange.

Die weiblichen Bienen schwitzen das Wachs dabei nach dem Verzehr von Nektar und Honig aus. Es handelt sich um ein Stoffwechselprodukt.

Bienenwachs hat bei reiner Qualität - also ohne den Zusatz von billigeren Streckmitteln wie Paraffin - eine Zusammensetzung, die durch chemische Analysen gut zu identifizieren ist. Es hat mit circa 0,95 Gramm pro Kubikzentimeter eine geringere Dichte als Wasser.


Geschichte des Bienenwachses

Das Bienenwachs wurde schon von den alten Ägyptern geschätzt. Die Aufgabe des Stoffes bestand vor allem in der Balsamierung von Toten. Dadurch, dass Wachs wasserabweisend ist und gleichzeitig bei gutem Auftragen versiegelnd wirkt, lässt sich ein Verwesungsprozess effektiv eindämmen oder verhindern. Diese Eigenschaft des Wachses wird noch heute bei der Holzfplege angewandt, wenn es darum geht, Wunden an Gehölzen zu verschließen.

Ob und wie die alten Ägypter Bienenwachs zur Kerzenherstellung verwendeten, ist hingegen umstritten. Es gibt Hinweise darauf, dass Wachs auch Teil von Beleuchtungen war, aber es wird angenommen, dass es sich hier eher um Fackeln handelte.

Mit dem Aufkommen von Kirchen und Klöstern - also mit der Verbreitung des Christentums - wurde Bienenwachs immer relevanter. Es wurde zunehmend für Kerzen verwendet und fand auch in Form von Wachstafeln Anwendung. Diese waren beschreibbar, wobei sie durch ein Glattstreichen wieder in ihren Ursprungszustand versetzt konnten. Sie wurden damals von Amtsträgern, Schülern und Geistlichen verwendet.

Bienenwachs fand darüber hinaus auch Anwendung im Handwerk (als Dichtungsmittel und Klebstoff), wurde für die Herstellung von Schmuck verwendet und diente mancherorts aufgrund seines hohes Wertes als Zahlungsmittel.

Da das Bienenwachs im Zuge dessen so populär wurde, wurden auch Steuern auf Wachs erhoben - ein Markt entwickelte sich. So entstand auch die Berufsgruppe der Zeidler. Sie sammelten das Wachs aus den Nestern der Bienen und durften sogar eine Armbrust bei sich tragen, die der Abwehr von Bären dienen sollte. Im Mittelalter verhielt es sich dabei so, dass die Bienen gar nicht so sehr ihres Honigs wegen geschätzt wurden, sondern tatsächlich fast nur das Wachs begehrt war.

Mit dem Aufkommen billigerer Kerzen aus Talg oder Ölen und Ersatzstoffen für das Bienenwachs, erlosch der Bedarf an Bienenwachs allmählich. Entsprechend veränderte sich auch das Jahrtausende alte Berufsbild der Imkerei. So wurden Bienenvölker nicht mehr primär zur Ausbeutung gehalten, sondern das Wachs wurde vor allem dafür verwendet, die künstlich angelegten Bienenstöcke mit Waben zu versorgen. Noch heute werden große Mengen des Bienenwachses in diesem Stoffkreislauf verwendet. Schließlich verhält es sich, dass Bienen circa sechs Kilogramm Honig verbrauchen müssen, um ein Kilogramm Wachs zu erzeugen.

Dennoch hat sich gezeigt, dass kein anderer Ersatzstoff an die Eigenschaften von natürlichem Bienenwachs heranreicht. Zwar können Kerzen heute aus Stearin oder anderem Material produziert werden, aber diese haben nicht die Eigenschaft von Bienenwachskerzen. Und für die Kosmetik oder die Lebensmittelindustrie kommen Ersatzstoffe als ausschließlicher Bienenwachsersatz gar nicht in Frage - denn Bienenwachs erfüllt als Binde-, Trenn-, Überzugs- oder Tragmittel alle Voraussetzungen und ist zudem absolut unbedenklich für die Gesundheit.


Herstellung des Bienenwachses

Bienenwachs wird von den Bienen selbst gebildet. Wie erwähnt, werden circa sechs Kilogramm Honig für das Ausschwitzen eines Kilogramms Wachs benötigt. Die Waben, die vorerst weiß sind, werden erst gelb und schließlich durch die Nutzung im Bienenstock braun. Der Imker entnimmt diese Waben und reinigt das Wachs durch ein Aufschmelzen. Die nicht gewünschten Stoffe werden abgetrennt.

Das so gewonnene Wachs kann nun - je nach Grad der Reinigung - wieder weiß oder geblich sein. In den meisten Fällen wird es in Wabenformen gepresst und den Bienen wieder zurückgegeben. Das Wachs, das in die Produktion von Gütern geht, wird ebenfalls hier abgezweigt.
Es kann im Zuge dessen zu Bleichungsprozessen kommen, welche selten ohne chemische Hilfsmittel auskommen. Naturbelassenes Bienenwachs ist - auch solches für die industrielle Verarbeitung - gelb.

Das Aufschmelzen von Wachswaben kann maschinell erfolgen oder auch in der Sonne geschehen. Der Schmelzpunkt von Bienenwachs liegt bei circa 65 Grad Celsius. Ob und in welche Formen das Wachs dann gegeben wird, hängt von der weiteren Verwendung ab.


Die Qualität des Bienenwachses - Aspekte der Haltung und Schädlingsbekämpfung

Bienenwachs ist ein Naturprodukt und ist damit der Umwelt ausgesetzt. Da es sich um die Bienen selbst handelt, die das Bienenwachs produzieren, ist es ihre Umwelt, die über die Reinheit des Wachses entscheidet. Es spielen hier Faktoren wie Pestizide, die Luftverschmutzung und natürlich die Schädlingsbekämpfungsmittel eine Rolle. Der Mensch - insbesondere der Imker - hat also einen großen Einfluss.

Desto weniger belastet die Gebiete, in denen die Bienen ihren Nektar sammeln, sind, desto weniger belastet ist schon einmal der Ausgangsrohstoff für das Bienenwachs. Sekundär kommt aber noch die Imkerei selbst hinzu.
So verhält es sich so, dass aufgrund des Wachskreislaufes, der aus den schon angesprochenen Gründen sinnvoll ist, auch fettlösliche Bekämpfungsmittel für die Varroamilbe (eine sich seit 1979 verbreitende parasitäre Art, die für das Bienensterben mitverantwortlich ist) in den Wachswänden verbleiben. Diese sind synthetisch hergestellt, wirken effektiv gegen die Milbenplage, sind aber gleichzeitig nicht einhundertprozentig unbedenklich, wenn sie vom Menschen aufgenommen werden.

Immer mehr etablieren sich deshalb alternative Behandlungsmethoden mit Säuren, die im natürlichen Stoffkreislauf des Menschen vorkommen und für die Biene nicht schädlich sind. Darunter fällt beispielsweise die Ameisensäure. Werden also solche Mittel verwendet, sind keine gefährlichen Rückstände mehr im Wachs zu erwarten.

Echte Bio-Qualität kann darüber hinausgehen: So ist etwa gegeben, dass das Bienenwachs rein ist - es wird nicht mit Paraffin gestreckt - und es befindet sich keine weiteren Stoffe im Wachs. Echtes Bio-Bienenwachs stammt von gesunden Bienen und ist kosmetik- und lebensmittelgeeignet. Es ist nicht durch chemische Mittel gebleicht worden.

Da Bio-Bienenwachs reiner ist als solches aus einer belasteten Produktion, unterstützt es die Produkte, für die es verwendet wird, besser in ihrer gesundheitlichen Wirkung.


Die Kerze aus Bienenwachs

Gutes und reines Bienenwachs riecht zudem angenehm. Die Farbe kann von blassgelb bis leicht rot-braun reichen und der Geruch erinnert an Honig oder Propolis. Entsprechend sind Kerzen aus Bienenwachs noch heute beliebt, denn sie wirken natürlich, ursprünglich und man kann sie zudem selbst herstellen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Kerze aus Bienenwachs zu fertigen. So kann etwa eine Wachsplatte geschnitten und gerollt werden. Selbstverständlich kann Bienenwachs auch einfach in Form gegossen werden. Vertraut dürfte aber jedem das Kerzenziehen sein, wobei ein Doch immer wieder in flüssiges Wachs getunkt wird und so nach und nach eine Kerze entsteht, die garantiert ein Unikat ist.

Aufgrund der Verformbarkeit des Materials, ermöglicht es auch noch viele weitere Spielarten in diesem Zusammenhang.

Der wichtige Unterschied zu Kerzen aus Stearin ist dieser, dass die Bienenwachskerze besser duftet und aus einem natürlichen Rohstoff besteht. Zudem werden Bienenwachskerzen heißer als solche aus Stearin, weshalb ein wenig mehr Vorsicht im Bereich der Flamme und des flüssigen Wachses angebracht ist.


Das Bienenwachs in der Kosmetik und Hautpflege

Bienenwachs findet Anwendung in diversen Mittelchen für die Pflege des Körpers. Insgesamt kann man dem Wachs dabei vier Funktionen zuschreiben:
Erstens fungiert es als Trägerstoff für fettlösliche Substanzen. Dies ist besonders oft bei Lotions oder Cremes der Fall. Besonders viele Vitamine sind beispielsweise fettlöslich und können entsprechend mit Hilfe von Bienenwachs aufgetragen werden. Das Wachs entfaltet dabei gleichzeitig eine Depotwirkung. Die enthaltenen Substanzen werden also nach und nach abgegeben. Vor dem Hintergrund, dass der menschliche Stoffwechsel nur bestimmte Kapazitäten hat, ist dies auch sinnvoll.

Zweitens wirkt Bienenwachs schützend: Es ist wasserabweisend, kann gereizte Hautstellen vor Einflüssen von außen schützen und wirkt versiegelnd. Trockene und rissige Haut wird durch den hohen Fettanteil im Bienenwachs wieder geschmeidiger und kann unter der Schutzschicht neue Kraft gewinnen.

Drittens enthält Bienenwachs selbst große Mengen Carotin. Dieser Pflanzenfarbstoff ist eine Vorstufe des Vitamins A. Desto mehr Pollenöl in das Wachs eingetragen wurde, desto mehr Carotin ist auch enthalten. Bei dem Bienenwachs als Ausgangsprodukt, ist eine satte gelbe bis geblich-orange Farbe ein gutes Zeichen.

Es ist bei Bienenwachs wichtig zu beachten, dass eine gute Konsistenz bei den kosmetischen Produkten nur erreicht wird, wenn das Bienenwachs einen geringen Teil ausmacht. Die schützende Wirkung der Produkte mit Bienenwachs entfaltet sich nicht über die Menge, sondern über die Verteilung. Eine gute Konsistenz wird beispielsweise erreicht, wenn dem Produkt auch Lecithine beigesetzt sind.


Für alle Produkte aus Bienenwachs - seien es kosmetische oder essbare Produkte - gilt, dass Bioqualität vorzuziehen ist. Rückstandslos und natürlich belassen ist Bienenwachs
optimal zu verwenden.

Bei Interesse an Bio Bienenwachs können Sie gerne ab 50g bei uns eine Bestellung tätigen.
https://www.bea-nature.ch/bio-bienenwachs.html

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