Besenreiser - harmlosen Schönheitsmakel leicht wieder loswerden

Besenreiser - harmlosen Schönheitsmakel leicht wieder loswerden

Wer kennt sie nicht - diese hellroten bis dunkelblauen Äderchen, Verästelungen oder Gefäßbäumchen an den Beinen, die in ihrer Anordnung einem Reisigbesen ähneln. Diese ästhetisch unschönen Erscheinungen firmieren unter dem Begriff „Besenreiser“. Es handelt sich dabei um kleine, sichtbare Venen, welche einen oberflächlichen Verlauf unter der Haut aufweisen.

Zumeist finden sich Besenreiser - auch Besenreiservarizen genannt - an den Beinen. Betroffen sind insbesondere die Oberschenkel sowie die Innenseiten der Unterschenkel. Doch auch im Bereich der Knöchelregionen können durchaus Besenreiser auftreten. Insgesamt leiden Frauen häufiger als Männer an Besenreisern. Dies ist nicht verwunderlich - weist doch das weibliche Geschlecht öfter ein schwaches Bindegewebe auf, welches eine Erweiterung der Venen befördert.

 

Die Ursachen für Besenreiser sind unterschiedlich - meist gehen Sie mit einem dauerhaft erhöhten Druck in den Gefäßen, vor allem mit Bluthochdruck, einher. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen - neben dem weiblichen Geschlecht mit seiner Neigung zu schwachem Bindegewebe - insbesondere Alkohol- und Nikotinkonsum. Keine Frage: Zur Bildung von Besenreisern kann es infolge des Einwirkens weiblicher Geschlechtshormone kommen - Östrogen trägt zur Erschlaffung der Gefäßwände bei. Hier kommt die Anti-Baby-Pille ins Spiel: Die Einnahme derselben stellt vor allem bei über 30jährigen Frauen eine besondere Gefährdung dar. Eine Schwangerschaft belastet die Venen zusätzlich. Wer Übergewicht aufweist, ist gleichermaßen gefährdet, Besenreiser zu bekommen. Zudem befördern (berufliche) Tätigkeiten, die zu einem großen Teil im Stehen oder Sitzen ausgeführt werden, das Entstehen von Besenreisern. Generell mangelnde Bewegung ist in jedem Fall schädlich genauso wie Rauchen und extrem häufiges Tragen hochhackiger Schuhe.

 


Besenreiser können auch im Gesicht auftreten. Hier sollte jedoch eine klare Differenzierung vorgenommen werden. Diese erweiterten Äderchen im Gesicht - auch als „Teleangiektasien“ bezeichnet - sind erweiterte kleine Kapillargefäße der Gesichtshaut, deren Auftreten netzartig sein kann. In der Regel sind Teleangiektasien an den Nasenflügeln sowie über den Jochbeinen zu finden. Es handelt sich dabei in erster Linie um genetisch bedingte Gefäßerweiterungen - um eine angeborene Bindegewebsschwäche - und damit weniger um stauungsbedingte Besenreiser. Die sogenannten Teleangiektasien im Gesicht erweisen sich normalerweise als harmlos.

 

In der Medizin existieren unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten, um die Betroffenen von dem Schönheitsmakel zu befreien. Darüber hinaus können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, welche die Entstehung von Besenreisern verhindern. Aus medizinischer Sicht ist die Entfernung von Besenreisern nicht unbedingt notwendig - sie gelten als harmlos. Wer sich mit dem Schönheitsmakel jedoch nicht abfinden möchte, dem bieten sich Möglichkeiten - entweder Verödung oder Laserbehandlung. Bei größeren Besenreisern kommt es in der Regel zu einer Kombination beider Behandlungsmöglichkeiten durch erfahrene Mediziner (Phlebologen und Angiologen).

 


Beim Veröden wird ein alkoholhaltiges Mittel direkt in die Vene eingebracht. In der Folge kommt es zu einer Reizung der Venenwand, in deren weiterem Verlauf sich die Vene verschließt. Weil Venenwände verkleben, gelingt es dem Körper, die Venen sukzessive abzubauen. Die Behandlung kann ambulant erfolgen und beliebig wiederholt werden. Soll das gewünschte Ergebnis erzielt werden, bedarf es mehrerer Behandlungen, deren Anzahl zum einen von der Menge der Besenreiser, zum anderen von den spezifischen Verästelungen abhängt. Schmerzen sind kaum zu befürchten: Die Behandlung verläuft in der Regel weitgehend schmerzfrei - normalerweise ist lediglich der leichte Einstich der Nadel zu spüren. Nach der Verödung kann es zu kleinen Blutergüssen beziehungsweise Venenentzündungen kommen. Diese sind jedoch ungefährlich und klingen wieder ab - genauso wie etwaige bräunliche Verfärbungen um die Einstichstelle. Im Anschluss an die Behandlung sind Kompressionsstrümpfe Pflicht. Längeres Sitzen oder auch Stehen sollte unterbleiben. Stattdessen sollte auf ausreichend Bewegung geachtet werden - so kann der Blutfluss der noch verbliebenen Gefäße angeregt werden.

 


Eine Laserbehandlung ist dann angezeigt, wenn die Gefäße ziemlich fein und demzufolge für eine Verödung zu klein sind. Die Behandlung via Laser ist schonender als Veröden. Aus diesem Grund darf nach dem Eingriff auch auf Kompressionsstrümpfe verzichtet werden. Auch erweisen sich die Nebenwirkungen im Vergleich zum Veröden als geringer. Auf der Haut sind normalerweise lediglich Rötungen zu beobachten, welche nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Eine Behandlungseinheit dauert nicht länger als zehn bis zwanzig Minuten. Je nach Tiefegrad der Besenreiser können mehrere Sitzungen notwendig sein, um das angestrebte Ergebnis zu erzielen. Die Sitzungen finden normalerweise im Abstand von vier Wochen statt.

 

Alles in allem sind Besenreiser relativ leicht in den Griff zu bekommen - vorbeugend insbesondere mit regelmäßiger körperlicher Bewegung wie Wandern, Joggen, Radfahren und Schwimmen. Auf geht‘s!

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