Allgemeine Fakten über Cellulite

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Allgemeine Fakten über Cellulite

Der Sommer lockt mit kurzer Kleidung und dem bunten Strandleben – doch nein, die Freude darüber hält sich angesichts der Beulen und Dellen an Oberschenkeln und Po bei Frauen in Grenzen. Die Cellulite hat „zugeschlagen“ und zeigt sich bei neun von zehn Frauen über 30 Jahren in ihrem ganzen Ausmaß. Je mehr Gewicht die Frau auf die Waage bringt, desto schlimmer wird es, auch Schwangerschaften haben einen Einfluss auf die Ausbildung der Orangenhaut. Allerdings handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern lediglich um ein ästhetisches Problem. Wirklich trösten kann das jedoch nicht.

Allgemeine Fakten über Cellulite

Was ist Cellulite?
Ihren Namen bekam das auch als Orangenhaut bekannte Problem schon Ende der 1960er Jahre, als die Cellulite erstmals im englischen Sprachraum öffentlich beschrieben wurde. Dabei wurde anfangs davon ausgegangen, dass es sich um Schlackenstoffe handelt, die als Ursache für die Cellulite infrage kamen. Viele Experten verneinen das heute, wenngleich es immer noch Anhänger dieser ursprünglichen Theorie gibt.
Kosmetisch sind meist drei Stufen im Hautbild zu unterscheiden. Bei der ersten Stufe sind die Dellen nur sichtbar, wenn die Haut leicht zusammengekniffen wird. Lässt derjenige die Hautfalte los, ist alles wieder glatt. Bei der zweiten Stufe sind die Dellen im Stehen bereits sichtbar, im Liegen jedoch zeigt die Haut keinen Makel. Die dritte Stufe ist dadurch gekennzeichnet, dass die Dellen auch im Liegen zu sehen sind. Aus dieser groben Richtlinie ergeben sich die Schweregrade der Cellulite.

Verschiedene Schweregrade möglich
Cellulite ist nicht gleich Cellulite und so können die Beulen und Dellen in allen möglichen Formen und Größen auftreten. Teilweise sind sie kaum sichtbar – genau genommen erkennt sie nur die Frau selbst, wenn sie mit ihrem überkritischen Blick den eigenen Körper scannt. Die schweren Grade zeigen sich sogar durch anliegende Hosen hindurch, wobei meist auch das Übergewicht der betreffenden Frau eine Rolle spielt. Folgende Schweregrade sind üblich:

- Schweregrad 0: Hierbei ist keine Cellulite vorhanden, die Haut ist überall straff und glatt. Keine Beulen in Sicht!
- Schweregrad 1: Die Cellulite ist nur beim genauen Hinsehen erkennbar – der eben bereits erwähnte Kneiftest bringt sie ans Licht. Andere Personen bemerken die Orangenhaut hier noch nicht, daher steht auch dem unbeschwerten Ausflug an den Strand nichts entgegen!
- Schweregrad 2: Vor allem im Stehen wird die wellige Haut erkennbar – wer am Strand liegt, hat aber noch Glück. Hierbei ist nichts zu sehen!
- Schweregrad 3: Diese starke Form der Cellulite ist immer erkennbar. Hinzu kommt, dass die Haut häufig sehr druckempfindlich ist sowie schmerzhaft auf leichten Druck reagieren kann. Die betroffenen Frauen merken dies unter anderem, wenn sie sich auf einen ungepolsterten Stuhl setzen und die Oberschenkel mit von der Cellulite betroffen sind.

Die Schweregrade werden häufig unterschiedlich eingeteilt: Teilweise gibt es keinen Schweregrad 0, teilweise ist die Differenzierung des Hautbildes noch feiner und so ergeben sich auch die Stufen 4 und 5, wobei die Stufe 5 dann dem eben beschriebenen Schweregrad 3 entspricht.

Ursachen der Cellulite
Vereinfacht gesagt, sind die Fettzellen im Körper der Frau schuld daran, dass sich die unschönen Dellen an der Hautoberfläche überhaupt zeigen. Frauen haben ein lockereres Bindegewebe als Männer, was vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass sich die Haut bei einer Schwangerschaft enorm dehnen muss. Bei einem derart festen Bindegewebe wie bei Männern wäre das nicht möglich und es würde zu zahlreichen Geweberissen kommen.
Das Fettgewebe ist bei Frauen und Männern von Bindegewebsfasern eingefasst. Aus dem Blut nehmen die Fettzellen Lipide oder Kohlenhydrate auf, wobei Letztere auch in Lipide umgewandelt werden. Diese Lipide dienen als Energievorrat für schlechte Zeiten – die Fettzelle wächst bei einem Überangebot und schrumpft, wenn es zu wenig Nahrung gibt. Dieser Vorgang kann zum einen durch Hormone, zum anderen durch das Nervensystem gesteuert werden.
Leider ist es so, dass sich das Fettgewebe bei Frauen viel leichter auf- als abbaut, ein Schrumpfen der Fettzellen ist also schwer zu erreichen. Vor allem an den Oberschenkeln, am Bauch und am Po lagern sich die Fettzellen ein. Das Problem: Sie besitzen auf der Oberfläche zahlreiche Rezeptoren für bestimmte Hormone, die den Abbau von Fett verhindern. Diese Rezeptoren sind in der Überzahl – Fett abbauende Bindestellen gibt es nämlich weitaus weniger. Wächst der Fettanteil, wird das Gewebe weniger gut durchblutet, es kommt weniger Sauerstoff an.

Was fördert Cellulite?
Es gibt zahlreiche Faktoren, die Cellulite fördern und genau diese müssen im Rahmen einer Behandlung berücksichtigt bzw. umgangen werden. So kann Stress die gefürchtete Orangenhaut fördern, denn bei Stress lagert der Körper vermehrt Fett ein. Die Fettzellen blähen sich auf und drücken sich durch die Haut. Ebenfalls schädlich sind Rauchen und Alkohol, denn sie schränken die Durchblutung des gesamten Körpers ein. Ein Problem kann die Antibabypille sein, denn sie arbeitet mit weiblichen Hormonen. Gerade Östrogene sorgen aber dafür, dass Fettzellen gebildet werden und dass sich vermehrt Wasser im Körper einlagert. Das Gewebe wird insgesamt weicher – ein Vorteil für die Cellulite!
Auch wenn das Problem nicht umgangen werden kann, weil es im Grunde gar keines ist: Schwangerschaften fördern die Cellulite ebenfalls. In einer Schwangerschaft wird das Gewebe regelrecht schlaff. Bänder, Sehnen und Muskeln werden weicher und weniger leistungsfähig, denn immerhin muss sich schon bald ein Kind den Weg auf die Welt bahnen. Dieses kann nichts gebrauchen, wenn es auf dem Weg nach draußen behindert! Nun könnte angenommen werden, dass sich der Körper nach der Geburt und Stillzeit wieder ausbalanciert. Leider ist das aber in den meisten Fällen nicht so, denn das einmal erschlaffte Gewebe – was darüber hinaus noch bis an die Grenzen gedehnt wurde – findet nur selten zur alten Straffheit zurück. Die Folge ist Orangenhaut, die sich nun sogar am Bauch zeigen kann. Mit konsequenten Massagen und der regelmäßigen Verwendung von Pflegeprodukten kann hier aber zumindest zum Teil entgegengewirkt werden.
Zuletzt sei auf Übergewicht hingewiesen: Wer zu viel wiegt, muss mit dem Problem der Cellulite rechnen. Zu viel Fett und Zucker in der Nahrung machen dem Körper zu schaffen, die Fettzellen plustern sich auf, der Stoffwechsel wird verlangsamt. Damit verbleiben auch Schlacken länger im Körper. Wer ohnehin mit Orangenhaut zu kämpfen hat, sollte daher daran arbeiten, Übergewicht zu verringern oder zu vermeiden.

Kommentare

  1. Anna Anna

    Naja, ich habe Cellulite seit ich etwa 17 Jahre alt bin. Und konnte bisher nichts dagegen tun. Auch Sport hilft wenig bis gar nicht. Es gibt Hormonelle Genetische Bestimmungen die man einfach nicht ändern kann. Das einzige was ich ändern kann ist meine Celuitis zu akzeptieren. Ist für mich mittlerweile auch kein Weltuntergang mehr. Sunnigi Grüess & Take it easy ;)

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